RÜCKKEHR INS VERLORENE LAND

Lebensräume, die wir verloren haben – Our lost territories

1973/74 habe ich fast ein Jahr in Anidri gelebt, einem kleinen Dorf in den Bergen der Südküste Westkretas. Jahre später habe ich im Norden des paraguayischen Chaco alte Ayoreo-Indianer auf der Suche nach ihrem Territorium, das ihnen weggenommen worden war, begleitet. Mit dieser Erfahrung bin ich 2005 für einen Monat nach Anidri zurückgekehrt und habe gemerkt, dass auch wir Territorien besassen, und dass auch wir sie verlieren oder verloren haben.

OHNE KONTAKT LEBENDE INDIGENE VÖLKER

Auf demselben Planeten…

Selbst über sie zu sprechen ist schwierig: die ohne Kontakt zu unserer Zivilisation lebenden Indianer- und Naturvölker. Denn auch über-Jemanden-sprechen ist kolonisierend, es bedeutet einschließen in die eigene Begrifflichkeit, und das ist im vorliegenden Fall besonders heikel, denn es geht um Völker, die außerhalb dessen stehen, was die Welt der westlichen Lebenskultur ausmacht

UNSICHTBARES PARAGUAY

Eine Welt bricht ein

(1996 geschrieben)
Das neue moderne Tram von Basel nach Oberwil bleibt im sandigen Busch Ostparaguays stecken.

UNSICHTBARES PARAGUAY

Der Tod von Nicasio Montiel

(geschehen und geschrieben in den ersten Monaten 2000)
Campesinos(as) besetzen erfolgreich ein immenses Latifundium im Norden von Ostparaguay, aber Einzelne werden deswegen verfolgt und brutal umgebracht. Der Mord an Mboreví, Nicasio Montiel, wurde von den Strafbehörden nie untersucht.

UNSICHTBARES PARAGUAY

Kollektive Kraft der eigenen Wesensart

Welche Langzeitprozesse bestimmen bis heute die Situation in Paraguay? Mit dieser Frage habe ich versucht, über die gängige, oft etwas kurzsichtige Konjunkturanalyse hinauszugelangen. Und habe dabei unerwartet eine neue Sichtweise entdeckt: Die Aufstände gegen die Militärdiktaturen der 70er Jahre waren Versuche, die eigene, lokale Lebensart/ Lebenskultur vor den zersetzenden Kräften der modernen "Entwicklung" zu schützen. Der Mythos der Entwicklung hat ab 1950 den Kolonialismus ersetzt und führt ihn weiter! (verfasst 2015)

WORKING PAPERS

Entkolonisierung der Entwicklungarbeit –

500 Jahre und ein Fallbeispiel zum Nachdenken - Ich fand, auch wenn mehr als 20 Jahre vergangen sind, sei es immer noch wichtig, diesen 1992 verfassten Bericht über ein Projekt innerhalb des Bolivienprogrammes des SRK auch hier zugänglich zu machen... zum Ideenaustausch, zur Anregung einer immer noch überfälligen Analyse dieses seltsamen Tuns welches sich Entwicklungszusammenarbeit nennt...

ANNÄHERUNG / IN KONTAKT TRETEN

Stille

Sich der inneren Suche der Wahrnehmung überlassen....unsere Wahrnehmung folgt einem inneren "Norden", auf eine Weise, der sich unserem Willen und unserer Einflussnahme entzieht.... Dann schlägt die innere Kompassnadel aus, und es gilt, dies zu fühlen, zu lesen, in welche Richtung sie zeigt.... Die wichtigste Voraussetzung für diese geistige Navigation ist Stille.